Kurzmitteilung

das erste Mal WANDERN

Autor: Sarah

Nicoles Heimatstadt liegt zwar um fast 2000m höher als unser kleines Dorf hier, trotzdem verbindet man jedoch eher Österreich mit dem „Land der Berge“. Skifahren, Mountainbiken & Wandern sind alles sehr populäre Sportarten bei uns. Meine Schwester Nicole war jedoch, abgesehen vom Skiurlaub in Kanada, tatsächlich noch nie in den Bergen. Am Samstag durften wir ihr deshalb unsere „Familiensportart“, das Wandern, näher bringen.

Vor allem Christian geht sehr oft wandern und hat uns mit seiner „Sucht“ irgendwie alle angesteckt. (Viele seiner Touren stehen auch auf seinem Blog: www.alpenlandmagazin.at) Christian ist nicht nur der erfahrenste Wanderer in unserer Familie, sondern auch ausgebildeter Tour Guide, weshalb er alle unsere Touren plant.

Für Sonntag stand eine halbwegs gemütliche Runde auf der Rax (einem Berg in unserer Nähe) am Programm. Doch versteht mich nicht falsch. Mit „halbwegs gemütlich“ meine ich eine Ganztages-Wanderung auf welcher man 14 Kilometer und 600 Höhenmeter zurücklegt. Doch alles andere wäre doch spazieren und nicht wandern, oder?

Der Tag begann mit einer Gondelfahrt, welche uns pünktlich um 9:08 Uhr auf die Rax brachte. Zuvor jedoch war noch die schwierige Frage, der richtigen Kleidung und dem Proviant zu klären. Die Temperaturen und Wetterverhältnisse am Berg können sich (vor allem zu dieser Jahreszeit) extrem schnell ändern, weshalb man für alles gerüstet sein sollte. Trotzdem darf der Rucksack nicht zu schwer werden. War man jedoch noch nie auf einem solchen Berg, so muss man das alles erst einmal wissen. Uns war gar nicht mehr bewusst, wie detailliert eine Packliste für den Berg eigentlich sein kann, bis wir sie Nicole erklärten. Wanderschuhe wurden in weiser Voraussicht schon vor einigen Wochen gekauft. Taschentücher, Wasserflasche, Schlauchtuch, Handschuhe, Regenjacke, Strumpfhose, Handschuhe, usw. alles wurde eingepackt.

Oben angekommen, war Nicole erst einmal überwältigt von der schönen Aussicht und dem Erlebnis des Wanderns. Die Luft ist anders und auch die eigene Körperwahrnehmung verändert sich. Durch frische Temperaturen und dem Wind ist einem kalt, während man gleichzeitig durch die Bewegung und das bergauf Gehen schwitzt. Die Hände schwellen durch die pendelnden Bewegungen im Laufe des Tages leicht an und die Beine werden trainiert. Ein sicherer Tritt am Berg ist teilweise sehr wichtig und hin und wieder geht man auch relativ Nahe am Abgrund.

Das und vieles mehr kann abschreckend klingen oder eben verlockend. Während wir dieses Gefühl des Wanders jedoch kennen, war das alles für Nicole ganz neu. Trotzdem war sie begeistert und schaffte es bis zum Schluss mit uns mitzuhalten. Natürlich wurde die Tour auf sie, als das schwächste Teammitglied, abgestimmt und wir versuchten sie nicht zu überfordern.

Unser Mittagessen gönnten sich meine Familie und ich auf der Seehütte, wo wir ein mollig warmes Platzerl in der Stube bekamen. Hirschgulasch für Beate und Christian, Frankfurter Würstel für Nicole und mich. (Wild war doch etwas zu experimentell für einen mexikanischen Magen.) Nach der kleinen Rast ging es auf ebenen Wegen zurück bis zur Seilbahnstation.

Einen kleinen Umweg über die Höllentalaussicht ließen wir uns jedoch auch auf keinen Fall nehmen. Nicole war zu diesem Zeitpunkt schon etwas erschöpft, bereute die paar Schritte mehr dorthin jedoch auf keinen Fall.

Bevor wir mit der Gondel wieder in Richtung Tal fuhren, genossen wir noch eine verdiente Stärkung (Kuchen und Kaffee) am Berg.

Abschließend die wichtigste Frage: Wie fandest du das Wandern Nicole?
„I liked it but it was also a bit tiring. Maybe I will go only 10km next time. I loved the view though!“

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3 Gedanken zu “das erste Mal WANDERN

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