Kurzmitteilung

Nicoles Schule in Österreich

Autor: Sarah

Mittlerweile ist für Nicole auch schon die dritte Woche in Österreich vergangen. Die Zeit rinnt wie Sand aus unseren Fingern! Wenn es so weiter geht, dann fliegt sie viel zu schnell wieder nach Hause. Es passiert so viel in (gefühlt) so kurzer Zeit. Auch in ihre österreichische Schule hat sich Nicole nun schon eingelebt.

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Doch wo geht sie eigentlich genau in die Schule und wie läuft das für sie als Austauschschüler ab? Muss sie überhaupt dem Unterricht folgen, wenn sie doch kaum Deutsch versteht?


Austauschschüler gehen hier in Österreich grundsätzlich als „außerordentlicher Schüler“ zur Schule. Das bedeutet in unserem Fall eigentlich nicht mehr, als das Nicole nicht zwingend benotet werden muss und keine so strenge Anwesenheitspflicht hat, jedoch trotzdem am Unterricht teilnehmen und genauso Schulaufgaben wie andere Schüler machen soll.

Normalerweise gehen Austauschschüler in Österreich zwar in die Schule, wiederholen jedoch die Schulstufe dann in ihrem Heimatland. Die Sprache stellt in vielen Fällen eine zu großes Hürde dar oder das Zeugnis wird in anderen Staaten nicht anerkannt. Noch dazu besuchen viele Austauschschüler in ihrem Gastland eine Schulstufe niedriger. So ist es einfacher dem Unterricht (trotz anderer Sprache) folgen zu können.

Wie auch immer, bei Nicole ist das alles ein bisschen anders. Ihr ist es wichtig, dass sie das Schuljahr in Mexiko nicht wiederholen muss. Deshalb geht sie hier in Österreich auch in die ihr entsprechenden Schulstufe und möchte noch dazu in fünf bestimmten Fächern mit einer besseren Note als 5 benotet werden. Nur so erkennt ihre Schule in Mexiko das Schuljahr an.

Nun heißt es deshalb: schnell Deutsch lernen und sich wirklich anstrengen, damit sie in den für sie wichtigen Fächern kein „Nicht beurteilt“ oder einen 5er im Zeugnis stehen hat. Doch zuvor musste sie erst einmal das österreichische Schulsystem verstehen und sich in ihre Klasse einleben. In Mexiko ist nämlich alles ein bisschen anders…

Nicole geht in ein BORG mit Musikschwerpunkt (ein Oberstufengymasium). Sie besucht den Instrumental-Zweig, weshalb sie in der Schule sogar weiter Klavier spielen kann und in diese Richtung besonders gefördert wird. Ihr Stundenplan ist im BORG auch sehr angenehm. Pro Tag muss sie gerade einmal zwischen 5 und 7 Stunden in die Schule gehen. Für eine Oberstufe ist das ein wahrer Traum!

Vom Schulweg angefangen, bis zu ihrer Klassengemeinschaft und dem Unterrichtsstil war anfangs noch alles neu. (Mehr dazu steht z.B. in dem Beitrag „eine Woche Österreich„.)

Doch sie hatte Glück und ihre Klasse hat sie gleich total lieb aufgenommen. Es war nicht schwer für sie die ersten Freundschaften zu knüpfen. Austauschschüler sind in österreichischen Klassenzimmern (vor allem bei uns am Land) eine Seltenheit, weshalb die meisten Leute gleich sehr viel Interesse zeigten und total neugierig waren. Auch die Lehrer nahmen sie gut auf und zeigten viel Verständnis. Hoffentlich bleibt das auch so…

Außerdem bekam Nicole ihre Schulbücher und machte die ersten Hausaufgaben. Das war gar nicht so einfach, doch zum Glück gab es ja den Google-Translater.

Für Nicole dauert das Schuljahr in Österreich nun noch gute 9 Monate. Wir sind schon sehr gespannt, wie sie die Zeit in der Schule in Zukunft so empfinden wird :).

 

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