Kurzmitteilung

Das erste Mal Wien

Autor: Sarah

Am letzten Samstag war es so weit und wir unternahmen unseren ersten Ausflug mit Nicole! Nachdem Wien (von unserem Zuhause aus gesehen) nicht aus aller Welt liegt, haben wir uns dazu entschieden, dort einen Tag zu verbringen. Immerhin gibt es dort auch so viel zu sehen!

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Unerwarteter Weise haben wir es geschafft, an einem Tag mehr zu sehen, als gedacht. Mehrere Punkte unserer großen Österreich Bucketlist wurden abgehakt. Doch seht selbst, was wir alles erleben durften!


Schon bevor das naturhistorische Museum überhaupt aufgemacht hat, waren wir schon vor seinen Toren und warteten um endlich hinein zu dürfen. Nachdem Christian am Vormittag noch einen anderen Termin hatte und deswegen früh in der Stadt sein musste, waren auch Nicole und ich schon sehr zeitig am Maria-Theresien-Platz.

Das Wetter und auch das Touristenaufkommen waren jedoch auf unserer Seite. Somit warteten wir als einzige Personen am Platz auf einer Parkbank in der Sonne. Punkt 9.00 Uhr ging es dann als erste Besucher auf ins Museum. Nachdem wir beide noch unter 19 Jahre alt sind, zahlten wir keinen Eintritt. Auch später in den Prunksaal der Nationalbibliothek kamen wir umsonst. Danke Wien für diese jugendfreundliche Regelung!

Die erste Stunde im Museum war einzigartig! Außer der Aufsicht waren wir die einzigen Besucher in jedem Raum! Es war absolut leise und mit den ganzen Vitrinen in so einem alten Gebäude einfach eine tolle Stimmung. Doch auch als andere Besucher kamen, war das Museum immer noch ein Erlebnis!

Wir sahen uns wirklich alle Ausstellungen an und gingen von der Mineralsammlung bis zu den Haien in den zweiten Stock. Um 11.00 Uhr sahen wir uns dann auch noch einen Film im Planetarium des Museums an. Nicole und ich wären in dem dunklen Raum fast eingeschlafen, immerhin war ein ganzer Vormittag im Museum mit dem ganzen „Stehen-Gehen“ ganz schön anstrengend. Doch viel Müdigkeit durften wir uns nicht erlauben, immerhin wartete noch ein ganzer Tag Wien auf uns.

Genau, als der Film des Planetarium fertig war, rief Christian auf unserem Handy an. Sein Termin war beendet und er konnte nun zu uns stoßen! Das tat er dann auch und wir trafen uns vor dem Museum um anschließend im Volksgarten einen Kaffee trinken zu gehen. Wie im Klischee sang in einiger Entfernung gerade irgendein Opernsänger den Passanten etwas vor, während wir unser Butterbrot mit Schnittlauch und einen großen Braunen genossen.

Nach dieser kleinen Stärkung waren wir bereit für die Hofburg! Zuerst schauten wir uns den Prunksaal der Nationalbibliothek an, mit all seinen alten Büchern. Obwohl eigentlich schon fast Mittagszeit war, tummelten sich ganz schön viele Leute in dem Bibliothekssaal. Anscheinend ist dieser Saal ganztags sehr gut frequentiert. Wie auch immer, wir hatten trotzdem eine schöne Zeit dort und gingen anschließend in die Silberkammer und das Sisi Museum.

Unglaublich, wie viel Geschirr in einem Museum stehen kann! Die Silberkammer bestand quasi aus nichts anderem außer Tellern, Besteck und Kerzenständern! Sogar eigene Kisten gab es, damit der Hof sein Geschirr auf Reisen mitnehmen konnte. Anscheinend hatte dies damals einen sehr hohen Stellenwert.

Im Sisi Museum und den Kaiserappartements, durften wir dann durch die Schlafzimmer und Säle der Kaiserin und des Kaisers gehen. Uns gefiel dort vor allem die Bildsprache der einzelnen Räume. Während im Wartezimmer für die Audienz Gemälde hingen, in welchen das Volk den Kaiser huldigte und feierte, sah man im Konferenzzimmer Bilder von Schlachten. Im Arbeitszimmer vom Kaiser hingegen, war auf fast jedem Gemälde unsere geliebte Sisi.

Das Sisi Museum selbst war sehr dunkel gehalten und man fühlte darin fast schon eine leicht depressive Stimmung. Nachdem sich unsere ehemalige Kaiserin Elisabeth jedoch selbst nicht ganz so wohl fühlte und eindeutig an Magersucht litt, so passt die Stimmung gut zu der Person selbst.

Auch wenn wir im Volksgarten erst ein Brot gegessen hatten, waren wir nach den Museen der Hofburg ganz schön hungrig. Deshalb gingen wir Richtung Stephansplatz und kehrten dann im Kaffee Hawelka für ein Würstel ein. Frankfurter, Debreziner und ein Gemüsestrudel, das war neben etwas zu Trinken unsere Bestellung.

Weiterer Programmpunkt war dann der Stephansdom mit Turm. Wir erklommen 343 Stufen bis wir endlich oben waren und machten dann unendlich viele Fotos mit der Aussicht über Wien. Anschließend waren wir auch kurz im Dom, doch dort waren so viele Menschen und dank einer Absperrung so wenig zu sehen, dass wir schnell wieder draußen waren.

Nun war es schon später Nachmittag. Doch wir waren noch nicht fertig mit unserem Programm. Nachdem Nicole nun schon die Hofburg gesehen hatte, den Dom kannte, in der Nationalbibliothek & dem Museum war und wusste, dass in Wien Fiaker fahren, war sie bereit fürs TimeTravel Vienna. Dort macht man eine interaktive Zeitreise durch Wien! Damit Nicole auch alles gut mitbekam, nahm sie sich einen spanischen Audioguide und die Reise konnte mit einem Film im 4D-Kino starten.

Zurück zum Parkplatz ging es dann zu Fuß. Auf dem Weg dorthin kamen wir dann noch beim Streetlife-Festival vorbei, wo wir Straßenkünstler beobachteten. (Shoutout an den Straßenzirkus an dieser Stelle). Weiter über die Mariahilferstraße führte es uns dann zum Abendessen in eine nette Pizzeria.

Um 20:30 Uhr erreichten wir anschließend wieder unser zuhause. Die Füße taten uns weh und die Köpfe waren voll von den ganzen Eindrücken! Doch der Tag in Wien hat sich auf jeden Fall ausgezahlt!

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