Statusmitteilung

FAQ – Fragen die wir immer wieder gestellt bekommen

Es gibt Fragen, die bekommen wir sowohl online, als auch durch Bekannte, Freunde und Verwandte immer wieder gestellt. Daraus schließen wir, dass es genau diese Dinge sind, die viele Leute interessiert. Aus diesem Grund haben wir die am häufigsten gestellten Fragen zusammengesucht und möchten sie hier noch einmal gesammelt und ausführlich beantworten.

Warum werdet ihr Gastfamilie?

Eine Zeit lang im Ausland zu leben ist immer eine ganz besondere Erfahrung, die Beate schon gemacht hat und auch Sarah & Sebastian eventuell noch machen wollen. Nun haben wir die Möglichkeit einmal die andere Seite kennenzulernen und in gewisser Weise auch etwas zurückzugeben. Ein Austauschjahr funktioniert immerhin meist nur mit Gastfamilie. Wir wollen einem Jugendlichen die Chance geben ein tolles Jahr bei uns zu verbringen und dabei auch selbst eine schöne Zeit erleben.

Abgesehen davon kommt mehr Schwung ins Haus, auf den sich vor allem Helmut und Monika freuen. Wir alle werden mit dem Projekt Gastfamilie neue Erfahrungen zu sammeln und auch uns besser kennenlernen. Der kulturelle Austausch & gegenseitiges Lernen steht dabei im Vordergrund, denn sogar im Nachbarland gibt es schon Unterschiede zu den eigenen 4 Wänden. Indem wir Gastfamilie werden spannen wir eine Brücke in ein anderes Land und haben die Möglichkeit weltoffener zu werden.

Zu guter Letzt, haben wir mit unserem Gastschüler plötzlich ein neues Familienmitglied. Eine neue Schwester, ein 3. Kind & Enkelkind. Das bedeutet: neue Sichtweisen, andere Möglichkeiten, neue Erfahrungen, Krisen & Höhepunkte die man gemeinsam durchschreitet und zum Schluss ein Familienmitglied in einem anderen Land, mit dem man sich wahrscheinlich für immer verbunden fühlt.

Wie viel Geld bekommt ihr als Gastfamilie gezahlt?

In Österreich ist es wie in den meisten Ländern üblich, ehrenamtlich Gastfamilie zu werden. Das bedeutet man bekommt KEIN GELD für die Unterbringungs- und Verpflegungskosten, unabhängig davon über welche Organisation man das Projekt startet. Die entstehenden Kosten bei Ausflügen, Urlauben oder z.B. Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, trägt der oder die AustauschschülerIn selbst, weshalb die Familie dafür natürlich nicht aufkommen muss.
Dass die Organisationen ihren Gastfamilien kein Geld dafür zahlen zeigt, dass man so ein Projekt wirklich aus dem Herzen heraus startet und nicht um Profit zu machen. Was wäre ein größerer Beweis?

Wie lange werdet ihr Gastfamilie sein?

Wir haben uns aufgrund mehrerer Faktoren dafür entschieden, ein ganzes Austauschjahr Gastfamilie zu werden. Ein Austauschjahr dauert bei unserer Organisation YFU 10 Monate lang. Wir werden also von Anfang September bis Ende Juni, einen Austauschschüler aufnehmen.
Natürlich gäbe es auch die Möglichkeiten nur für ein paar Monate, ein Semester lang oder für Übergänge Gastfamilie zu werden. Dies kam für uns jedoch alles nicht in Frage.

Warum so lange?

Wir finden, dass man eine tiefe Bindung zu einem Austauschschüler erst dann richtig aufbauen kann, wenn die Sprachbarrieren endgültig überwunden wurden und das Land nicht mehr fremd ist. Meist passiert dieser Schritt erst am Ende des ersten Semesters. Für uns ergibt es deshalb keinen Sinn, für einen kürzeren Zeitraum Gastfamilie zu werden, da wir alle Momente eines Austauschjahres miterleben wollen.

Wie kommt ihr dazu Gastfamilie zu werden?

Eine befreundete Familie hat sich schon dieses Jahr (Schuljahr 2017/18) dazu entschieden eine Austauschschülerin aufzunehmen. Sarah war von dem Projekt so begeistert, dass sie uns alle überzeugt hat ebenfalls ein Jahr als Gastfamilie zu versuchen. Viel Überredungskünste waren dafür gar nicht notwendig, da wir kaum Einwände hatten. Eher stellte sich die Frage: Warum haben wir nicht schon vorher daran gedacht? Sobald wir dann wussten, dass wir das Experiment wagen wollen, brauchten wir nur noch eine Infomappe der Organisation anzufordern und das sich darin befindende Formular ausfüllen und schon waren wir mitten drin im Geschehen!

Werden Sarah oder Sebastian danach ein Austauschjahr in Mexiko machen?

Nein, da wir Gastfamilie eines einseitigen Austauschs sind, wird keiner von uns nach unserem Jahr mit der Austauschschülerin in ihr Land kommen, um dort 10 Monate zu verbringen. Zumindest Sarah überlegt jedoch trotzdem, nach der Matura eine Zeit lang ins Ausland zu gehen, ob es jedoch Mexiko wird ist noch unklar. Diese Erfahrung hat dann jedoch nichts mehr mit unserem jetzigen Projekt „Gastfamilie“ zu tun. Der einzige Vorteil: War man schon einmal Gastfamilie bei YFU, bekommt man seinen eigenen Auslandaufenthalt mit der Organisation reduziert!

Wo bringt ihr eure Austauschschülerin unter?

Theoretisch haben wir zwei verschiedene Unterkünfte zu Verfügung. Einen kleinen extra Raum in der Wohnung von Helmut und Monika, und sogar ein ganzes Gästehaus im Garten. Nach langem diskutieren haben wir uns nun dazu entschieden die Austauschschülerin im Gästehaus unterzubringen, zumal es dort z.B. die Vorteile eines eigenen Bads gibt. Sebastian und Sarah sind mit dieser Entscheidung noch immer nicht ganz einverstanden. Sie meinen, wenn man nicht in dem selben Haus wohnt, fühlt man sich ausgeschlossen… Die Gegenstimme der Erwachsenen in unserem Haushalt wiederum meint, dort als Gastschüler einen gut gebrauchten Freiraum zu haben.

Auch wenn, wie man deutlich merkt, noch nicht alle einer Meinung sind, wohnt die Austauschschülerin momentan im Gästehaus. Dort darf sie das Badezimmer und Schlafzimmer nutzen.

Wir haben wirklich Glück, dass wir so viele Möglichkeiten zur Unterbringung der Gastschülerin haben. Das ist wirklicher Luxus und eigentlich auch überhaupt nicht notwendig! Viele Austauschkinder schlafen z.B. mit ihren Gastgeschwistern in dem selben Zimmer.

Welche Schule wird die Austauschschülerin besuchen?

Eine Schule in der Nähe natürlich. Nachdem wir das Glück haben, gleich neben einer etwas größeren Stadt zu wohnen, konnten wir die zukünftige Schule sogar den Interessen unserer Austauschschülerin anpassen. Da sie sich sehr für Musik interessiert und auch selbst Klavier spielt, haben wir uns deswegen dazu entschieden ein BORG mit Musikzweig zu wählen. Die geringen Wochenstundenanzahl und der Kreativschwerpunkt eignen sich in unserem Fall hervorragend. Um die Schulanmeldung kümmerte sich dann die Organisation.

Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, dass die Austauschschülerin die selbe Schule wie Sarah oder Sebastian besucht. Erstens, weil die Schulen der zwei sehr fachspezifisch und berufsbildend sind und dies nicht notwendig für eine Austauschschülerin ist.  Zweitens, weil die Interessen der Austauschschülerin woanders liegen. Und Drittens, weil wir der Meinung sind, dass die Möglichkeit bestehen sollte sich einen externen Freundeskreis aufbauen zu können, was in der selben Schule wie seine Gastgeschwister schwer werden könnte.

Kann man sich den Austauschschüler, den man aufnimmt, aussuchen?

Grundsätzlich ja, dies hängt jedoch auch stark von der Organisation ab. Bei YFU lief diese Entscheidung folgendermaßen ab:

Bei dem Hausbesuch, welchen YFU immer durchführt, teilten wir der Mitarbeiterin unsere Interessen als Familie mit und sagten außerdem, was unsere absoluten No-Gos und Wünsche sind. Eine Woche später schickte uns YFU drei Schülerprofile zu, welche gut zu uns passen könnten. Daraus durften wir eine Person wählen. Sollte noch nicht die Richtige dabei gewesen sein, kann man weitere Schülerprofile anfordern.

Habt ihr Angst vor eventuellen Schwierigkeiten und Problemen?

Wirklich Angst haben wir zum Glück nicht, da wir wissen, dass uns YFU immer unterstützen wird. Und sollte es gar nicht gehen, können wir das Projekt jederzeit abbrechen.
Ein kleines Grummeln im Magen und etwas Anspannung sind jedoch trotzdem da. Es wäre gelogen, wenn wir das Gegenteil behaupten würden. Immerhin teilen wir unser Zuhause bald mit einem quasi Fremden und haben plötzlich eine weitere Person in der Familie, deren Bedürfnisse es zu stillen gilt. Wir stellen uns sehr viele „Was wenn…?“-Fragen und überlegen uns schon jetzt, wie wir das Jahr am besten angehen könnten. Letztendlich können wir den Lauf der Dinge jedoch nur gering Beeinflussen. Und genau das ist es, was die Nervosität verursacht.

Kann jeder Gastfamilie werden?

Diese Frage ist leicht zu beantworten: JA! Jeder der Interesse, Begeisterung und Herzlichkeit mitbringt! Man muss nicht die perfekte Bilderbuchfamilie sein um Gastfamilie zu werden. Alles ist erlaubt: Alleinerziehend, altes Ehepaar, Homosexuelle Paare, Vater-Mutter-Kind, Patchwork-Familien, Großfamilien,…

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